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Ein großer Mann für Klein und Groß – Michael Ende
From: Lena Müssig   34 days 11 hours 48 minutes ago
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Wer kennt sie nicht? Die Geschichte „Die Unendliche Geschichte" , mit den Helden Atréju, Bastian und dem fliegenden Drachen Fuchur. Oder das kleine Mädchen Momo und ihren Freund, Beppo den Straßenkehrer. Den meisten Mittzwanziger kommen bei dem Gedanken an Michael Ende und seine wunderschönen Geschichten längst verborgene Erinnerungen aus der Kindheit zurück.

Michael Ende gewann mehr als 10 Auszeichnungen und verzaubert mit seinen Erzählungen bis heute weltweit Millionen von Menschen. Ob jung oder alt: Michael Ende schafft es, die Menschen wieder träumen zu lassen und lässt sie für einen Moment dem grauen Alltag zu entfliehen.

Dabei wurde der 1929 in Garmisch geborene Schriftsteller in den 70er Jahren von einigen Kritikern regelrecht als „Weltenflüchter" und „Schreiberling für Kinder" verschrien. Auslöser war Endes Kinderbuch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer".

Um sich den Kritiken nicht weiter aussetzen zu müssen, zog Michael Ende 1970 mit seiner ersten Frau nach Italien. Genauer in die Villa Liocorno (Villa Einhorn), südlich von Rom. Dort, unter der Sonne Italiens im Garten der Villa Liocomo, entstand Michael Endes Roman „Momo".

!979 gelang ihm mit dem Phantasy-Roman „Die unendliche Geschichte" ein Welterfolg: Die unendliche Geschichte wurde in vierzig Sprachen übersetzt und ging etwa zehn Millionen Mal über die Ladentheke.

Viel zu jung, mit 65 Jahren erlag Michael Ende seinem schweren Krebsleiden. Sein Grab in München ziert ein großes bronzenes Buch, aus dem die Figuren seiner Romane heraustreten. Besucher seiner Ruhestätte können Michael Ende auf zwei ebenso bronzenen Bänkchen in Form von Büchern gedenken.

Dass ein großartiger Schriftsteller wie Michael Ende von einigen als „Schreiberling" abgetan wurde, ist für Fans des Meisters ein wie Stich ins Herz. Versuchte er doch stets, die Welt zu mehr Menschlichkeit und Fantasie aufzufordern; für eine Welt, in der man sich Zeit füreinander nehmen und wieder träumen kann.

Auch Beppo Straßenkehrers Worte, mit denen dieser Momo versuchte die Zeit zu erklären, können unmöglich aus der Feder eines „Schreiberlings" stammen: „Siehst du, Momo, es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man. Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedesmal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muß nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten".




 
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